7. Tag Burghausen
Lag es am Ruhetag, dass wir aus dem Tritt sind? Lag es an der Hitze? Sind wir die ersten 40 km zu schnell angegangen und mußten dann dem hohen Tempo Tribut zollen? Oder waren es bloß die beiden Halben, die ich zu Mittag getrunken habe?
Jedenfalls kam nach der Mittagspause der Einbruch bei einer lang gezogenen Steigung. Ich mußte absteigen und schieben. Welch Schande! Welch Demütigung! Die vergebenen Elfmeter der Engländer waren nichts dagegen. Vera ist nur aus Solidarität mit mir auch abgestiegen, sie hatte noch Reserven in ihren eisernen Schenkeln, die mittlerweile nur noch aus Sehnen und Muskeln bestehen.
Mit vorletzter Kraft erreichen wir die Anhöhe vor Burghausen und rollen den Berg hinunter in die Stadt. So ein tolles Stadtbild, so ein schöner Marktplatz, dessen Anblick leider durch die vielen parkenden Autos verstellt wird.
Wir kommen im Hotel “Bayerischer Hof” unter und sind sehr zufrieden.
Kleine Nachbetrachtung zu gestrigen Spiel:
In den unsozialen Medien kusiert dieses Bild, und wer das Spiel gesehen hat, wird sich erinnern.
Sehr schön auch die Kommentierung hier:
“Denn auch diesmal war alles gerichtet, in gut gefüllten Stadion vor einer Kulisse, die stimmgewaltig den ersten englischen Titel seit dem WM-Sieg 1966 einforderte. Doch dann machten die Italiener die schöne Inszenierung zunichte. Indem sie nach der frühen Führung nicht gleich darniedersanken, sondern sich die Kontrolle über das Spiel zurückeroberten. Und indem sie die individuelle Klasse der englischen Angreifer mit mannschaftlicher Geschlossenheit neutralisierten, zur Not auch sehr rustikal wie Giorgio Chiellini, der Bukayo Saka in der Verlängerung zu Boden riss, wie ein erzürnter Vater, der einen Halbwüchsigen im Bett seiner Tochter erwischt hat.
Am Ende musste jedoch die Lotterie des Elfmeterschießens entscheiden. Und auch wenn es am Ende die jungen englischen Spieler waren, deren Fehlschüsse Italien den Titel brachten, war es nicht Trainer Southgate, der durch die Auswahl der Schützen den Sieg verspielte - stattdessen kam wieder einmal die weise Anmerkung des Philosophen Jean-Paul Sartre zur Anwendung: "Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft". “
Da ich nicht Annalena Baerbock heiße und auch kein “Sachbuch oder so” schreibe, füge ich gleich hinzu, dass dieses Zitat nicht von mir ist, sondern von “11Freunde am Morgen” vom 12.7.21.
Zurück zur Tour mit den Fotos des Tages.
| Haus unserem Hotel gegenüber |
| Eines der zahlreichen Straßencafes |
| Früher hat man sich mit den Verkehrsschildern mehr Mühe gegeben |
| Blick in die Hauptstraße |
| Warnung vor dem Hunde. Mistvieh, elendiges! |
| So sehen hier (wie in Salzburg) die Firmenschilder aus |

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