3. Tag Zell am See
Heute 80 km, für den 1. Tag ganz schön happig. Vera schnurrt das runter, als wäre sie im Training für den Ironman. Unheimlich! Ich habe mit 5 Kilo Corona-Speck extra zu kämpfen. Aber auch ich schaffe es, und das Knie hat gut gehalten.
Steiler Beginn, dann beginnt eine Hochebene zwischen Krimml und Zell und wir kommen so in einen angenehmen Tran. Hohe Berge links und rechts, Kühe, Landschaft, nette Dörfer rund um den Kirchturm, schöne Blumenwiesen und dazu das gleichmäßige Treten entrücken uns dem Alltag.
Wären da nicht zwei Dinge. Eine Baustelle mit Umleitung, die uns auf die Bundesstraße führt. Nein, das ist lebensgefährlich. Wir fahren lieber noch mal hoch zur Baustelle und kämpfen uns durch Bagger, Raupen und LKW durch. Die Bauarbeiter sind nett und verstehen das Problem. Baustellenmanagment für Radfahrer nennt man das und es ist nicht vorhanden.
Und das zweite sind die E-Bikes und Pedelecs, die 90% der Fahrer hier benutzen. Sie haben ein anderes Tempo und einen anderen Rhythmus. Schnell bei Steigungen und langsam bei den Abfahrten. Bei Steigungen ziehen 6-jährige Kinder mit Tempo 20 an uns vorbei. Bergauf! Als ich dann bei der Abfahrt an einem dieser Kinder vorbei fahren will und klingele, weicht das Kind nach links aus und ich kann nur durch eine Vollbremsung einen Unfall vermeiden. Sie beherrschen ihr Rad nicht richtig und fahren oft zu schnell.
Nein, das macht keinen Spaß, wenn alle anderen an dir vorbei ziehen und bei Steigungen gerade mal am Gasgriff drehen, während Du keuchst und schwitzt - aber natürlich stolz bist, wenn du es geschafft hast.
Aber insgesamt ist es eine herrliche Strecke und ein sehr gut ausgeschilderter und gut befahrbarer Radweg.
Anbei ein paar Fotos vom heutigen Tag.
| Das übrigens ist die Porsche-Allee in Schüttdorf, Ortsteil von Zell. Ferdinand Porsche hat hier gelebt. |


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