2. Tag Krimml
Vera ist leicht mit dem Rad gestürzt und wir müssen das Fahrrad richten. Um die Ecke ist ein großes Fahrradgeschäft in einem alten, ehrwürdigen Haus. Ein fitter, freundlicher, flinker Fahrradhändler hat viel zu tun und beschäftigt sich trotzdem gelassen und interessiert mit uns. "Setzen Sie sich in das Cafe da drüben, ich schau mir das Rad mal an." Wir setzen uns in das Cafe mit Blick auf die Donau durch ein paar Bäume hindurch und genießen einen richtig, guten Kaffee, serviert von einer freundlichen, charmanten Dame. Sie meinte, bei ihr würden halt nicht die Bohnen gezählt, wie im Hotel.
Nach 5 Minuten kommt der Fahrradhändler rüber und meint, das Fahrrad sei fertig. Vera geht rüber, fährt Probe, alles in Ordnung. Kostet: nichts. Der Händler meint, der "Käfig" sei nur etwas verbogen gewesen, ein Handgriff.
Ich sag ihm, der Kaffee von Ihrer Nachbarin hat richtig gut geschmeckt. Er meinte nur, ja, das wüsste er, die Frau würde auch gut kochen. Er lacht und freut sich, dass wir zufrieden sind. Mein Gott, so geht es auch!
Wir müssen die 6 km zum Messegelände hoch, mit Gepäck. Hier fährt der Bus ab, der uns zu unserem Ausgangspunkt bringen soll: Krimml, eine kleine Gemeinde in den Hohen Tauern.
Es ist ziemlich anstrengend. Aber wir sind rechtzeitig da und können im Cafe des nahe gelegenen Schwimmbads noch was trinken und essen. Mehr haben wir von Passau nicht gesehen, aber sagen wir mal so, Vera und ich sind uns einig: Wenn wir noch mal studieren sollten, was auch immer, dann in Passau!
Die Fahrt mit dem Kleinbus ist mühsam. Der Fahrer war früher Metzger, dann Bauarbeiter, jetzt Busfahrer. Schweigsam, guter Fahrer, aber erstens müssen wir nach Salzburg Innenstadt, da muß er ein Fahrrad abgeben und zweitens gibt es auf dem Weg nach Krimml eine Umleitung, die sein Navi nicht gespeichert hat. Wir brauchen von Passau nach Krimmel 4 1/2 Stunden. Schwamm drüber.
| Blick von unserem Balkon aus auf den Wasserfall |
Das Hotel in Krimml, Hotel Klockerhaus, entschädigt für alles. Blick direkt auf den Wasserfall vom Balkon aus, Ruhe, alles großzügig und großräumig angelegt, großes Zimmer, tolles Essen, kompetente Kellner. Wir sind tief zufrieden.
Wenn jetzt noch Dänemark gewinnen würde gegen pfeifende Engländer, wäre der Tag perfekt!
Kommentare
Kommentar veröffentlichen